Gestern schauten viele von uns – so vermute ich mal – viele von uns ganz schön dumm aus der Wäsche. Kein Nicht-Wetterfrosch wird auf seiner Bingo-Karte für 2025 gehabt haben, dass wir direkt nach dem Februar mit 17°C am Tag konfrontiert werden.
Da habe ich mir nicht nehmen lassen, mich nach einer Runde Musizieren in Garbsen gleich mal in Richtung Ortsrand zu bewegen. Denn der Ort hat eine Schöne Grenze zum offenen Umland gen Norden. Ich habe in der Region Hannover schon mal das Problem gehabt, dass ich den vermaledeiten Nordstern einfach nicht mehr gesehen hab – Lichtverschmutzung sei dank.
In Anbetracht meines Trips zum Steinhuder Meer vor nicht allzu langer Zeit (-10°C!, ersmtal wieder das Lenkrad auf dem Rückweg spüren können dank kalter Finger) und dem Zeugnisferien-Trip nach Blankenburg (Eis am Stativ war auch eher so suboptimal) war das ja mal eine Abwechslung.

Aber seit einiger Zeit war jetzt endlich mal wieder der Himmel frei. Endlich! Ich musste aber leider feststellen: So ganz ohne Lichverschmutzung kommt man hier in der Metropolregion nicht davon. Schade! Aber die zwei Foto-Zusammenstellungen haben ganz gut geklappt.

Leider ärgert mich in letzter Zeit das Tool Sequator doch etwas. Für Fotos der Sterne macht sich eigentlich das “Stacken” sehr gut. Man nimmt mehrere Fotos des selben Sternenhimmels auf und fertigt quasi ein Mittel der Bilder an. Damit kann man die Empfindlichkeit der Kamera hochschrauben und im Nachinein das Rauschen “rausmitteln”, da dieses ja zufällig verteilt ist.
Sequator kann eigentlich zwischen Vorder- und Hintergrund unterscheiden. Und da ich meine Kamera rotieren lassen (zum Ausgleich der Himmelsdrehung um den Polarstern), ist das auch zwingend nötig. Denn jetzt sind zwar die Sterne sauber an der selben Stelle. Aber das gilt nicht mehr für den Vordergrund/Horizont. Das ganze sieht dann so aus, als wären die Sterne fest aber die Erde bebt. Irgendwas mach ich da noch falsch, aber mittels Photoshop und Lightroom kann ich das auch händisch regeln. Denn sonst sähe das ganze so aus:

Die Tage davor hab ich Abends nicht die Zeit gehabt, raus zu fahren. Der Himmel wurde zwar immer klarer, aber wo keine Zeit ist, ist keine Zeit. Am Samstag hab ich nur mal schnell aus dem Innenhof heraus fotografiert:

Ich hab durch das Licht in der Innenstadt nicht zu viel Erwartet. War dann doch überrascht, wie okay man die Sterne sehen konnte, wenn man in Richtung Maschsee fotografiert. In der Gegend ist nicht so viel Lichtverschmutzung, als wenn man gnadenlos in Richtung Norden gen Innenstadt schaut. Schade, dass man aber vom Innehof aus nicht Einnorden kann. Aber ich vermute mal stark, dass dort eh der Nordstern Polaris eh nicht zu sehen sein wäre…

Gute Übung ist es auf jeden Fall!